Hanfpflanzen enthalten über 450 aktive Inhaltsstoffe. Dazu gehören Cannabinoide, Terpene, Phenole, Flavonoide und viele mehr. Allein aus der Gruppe der Cannabinoide sind mittlerweile mehr als 100 verschiedene Typen identifiziert worden. Von diesen war bis vor wenigen Jahren Delta-9-Tetrahydrocannabinol oder kurz THC das bekannteste und am meisten erforschte. THC wirkt auf den Menschen psychoaktiv, kann bewusstseinserweiternde Zustände auslösen und zu Entspannung führen. Medizinisch spielt es insbesondere in der Schmerztherapie eine Rolle.

Mit zunehmender Forschung hat jedoch in den letzten Jahren das Interesse an einem weiteren Vertreter der Cannabinoide rapide zugenommen. Es handelt sich dabei um Cannabidiol oder abgekürzt CBD. CBD ist für gewöhnlich das Cannabinoid, das im Nutzhanf in der höchsten Konzentration vorkommt.

Zahlreiche selbstverantwortlich handelnde Menschen durften infolge der Anwendung von CBD bereits Erleichterung bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern erfahren. Die Tatsache, dass CBD schmerzstillend, entzündungshemmend, antibakteriell, angstlösend, beruhigend, krampflösend und allgemein zellschützend wirkt, beschäftigt dementsprechend eine zunehmende Anzahl an Forschern auf der ganzen Welt.

Obwohl sowohl die Grundlagenforschung als auch die Erfahrungen von Anwendern auf eine große Menge therapeutischer Anwendungsgebiete hinweist, ist die Zahl der klinischen Studien im Verhältnis dazu noch immer gering. In diesem Zusammenhang bleibt zu hoffen, dass der von den positiven Erfahrungen der Nutzer getragene Siegeszug des CBD weiter voranschreitet und ähnlich eines grassroots movements den entsprechenden Einfluss auf politische Entscheidungsträger ausübt. Gegenspieler dabei sind mit Sicherheit die führenden Pharmakonzerne, die den Wirkstoff CBD am liebsten isolieren, patentieren und für sich allein beanspruchen würden.