Neue Forschungsergebnisse zu den therapeutischen Qualitäten von CBD dürften in den kommenden Jahren stetig zunehmen. In vielerlei Hinsicht kommt die wissenschaftliche Betrachtung dieses Cannabinoids sowie der weiteren aktiven Inhaltsstoffen der Hanfpflanze aktuell erst so in Fahrt. Dabei weist die Grundlagenforschung bereits auf eine mögliche Verwendung von CBD bei einer Vielzahl von Erkrankungen und Symptomen hin. So veröffentlichte die Pharmazeutische Zeitung bereits vor Jahren einen Artikel, der CBD die Fähigkeit zuschreibt, Bakterien und Viren zu töten sowie schmerzstillend und entzündungshemmend zu wirken.

Um seine Wirkung entfalten zu können, muss CBD in den Blutkreislauf gelangen. Von dort aus tritt es dann in Interaktion mit dem körpereigenen Endogenen Cannabinoid System (ECS). Auch wenn die Einflussnahme von CBD auf den menschlichen Körper vielfältig und komplex ist, konnten bisher zehn Wirkmechanismen zwischen CBD und dem ECS ausgemacht werden. Ein wesentlicher Effekt ist beispielsweise die Hemmung der Aufnahme des körpereigenen Cannabinoids Anandamid in die Zellen. In diesen würde das Anandamid abgebaut werden. Ist der Abbau nun aber durch das CBD gehemmt, so steigt die Anandamid-Konzentration im Körper. Ein erhöhter Anandamid-Spiegel im Körper steht in direkter Verbindung mit positiven Gefühlen wie Freude, Glück und aufgehellter Stimmung. Nicht ohne Grund stammt der Name dieses Glücks-Moleküls vom dem Sanskrit Wort Ananda, welches sich mit vollkommener Glückseligkeit oder dauerhafter Freude übersetzen lässt.   

Ein weiteres Beispiel für die Interaktion zwischen CBD und ECS lässt sich am sogenannten Vanilloid-Rezeptor Typ 1 zeigen. Dieser Rezeptor ist vor allem auf Nervenenden anzutreffen, die als Schmerzrezeptoren fungieren. CBD stimuliert den Vanilloid-Rezeptor 1 mit einer maximalen Wirkung. Forscher gehen davon aus, dass eben diese Stimulanz zu der schmerzhemmenden Wirkung von CBD beitragen könnte.

Ergänzende Wirkmechanismen des CBD sind antioxidativer Natur. Cannabinoide, einschließlich CBD, sind wirkungsvolle Antioxidantien, also Fänger freier Radikale. Wissenschaftler konnten nachweisen, dass CBD oxidativen Schädigungen im Körper besser oder gleich gut wie Vitamin C oder Vitamin E vorbeugt. Die antioxidative Wirkung von CBD lässt sich beispielsweise daran zeigen, dass es bei gleichzeitiger Gabe mit dem Nervengift Alkohol zu einer deutlichen Verminderung der induzierten Nervenschädigungen kommt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die aktuelle Datenlage zum dem Cannabinoid CBD weder die Wirkmechanismen noch das therapeutische Potential auch nur annähernd abzubilden vermag. Entsprechend bedarf es dringend weiterer Forschung auf diesem Gebiet.